Winzerverein Hagnau Handverlesene Qualität vom Bodensee

Die Hagnauer Winzer sind bis heute eine starke Gemeinschaft, die eine lange Rebbautradition bewahren und höchste Ansprüche an Qualität, Pflege und nachhaltige Bewirtschaftung ihrer Rebflächen setzen. Seit 1993 betreiben die Hagnauer Winzer kontrolliert umweltschonenden Weinbau.

November bis März

Montag bis Freitag8.00 - 18.00 Uhr 
Samstag9.00 - 16.00 Uhr
Sonn- und Feiertage geschlossen

Umweltschonender Anbau

Großen Wert legen die Winzer auf die Wahl der optimalen Rebstandorte, auf eine gute Bodenpflege, sorgsame Laubarbeiten sowie die Weinlese, die in mehreren Lesedurchgängen ausschließlich von Hand erfolgt. Diese arbeitsintensive Bewirtschaftung danken Boden und Reben mit einer besseren Durchwurzelung, mehr Wasserhaltevermögen, einer optimalen Nährstoffaufnahme und schlussendlich mit einem qualitätiv hochwertigen Wein.

Die manuelle Selektion der besten Reben vom ersten Trieb bis zur fertigen Traube ist Aufgabe der Winzerfamilien, in denen das Wissen um den Wein von Generation zu Generation weitergegeben wird. Die angebauten Rebsorten sind zum Großteil Müller-Thurgau, Blauer Spätburgunder und Grauburgunder. Pilzresistente Rebsorten, wie die Rotweinrebe Regent, gehören zum Versuchsanbau. Seit kurzem hat auch die international bekannte Rebsorte Sauvignon Blanc einen Platz mit Seeblick in Hagnau.

Bildergalerie

Die Geschichte des Hagnauer Weinbaus

Mit der Christianisierung der Alemannen durch die Franken begann im 7. Jahrhundert die Geschichte des Weinbaus am Bodensee. Die Klöster am Bodensee bildeten vor allem durch ihren großen Bedarf an Messwein die Zentren des Weinbaus im frühen Mittelalter.

Begehrt war das Dorf Hagnau schon damals aufgrund seiner zentralen Lage am Bodensee und vor allem aufgrund der fruchtbaren Böden. So wundert es nicht, dass Hagnau immer wieder in andere Besitzverhältnisse geriet. Im Jahre 1010 erstmals erwähnt, war das Dorf zunächst im Besitz der Schenken von Ittendorf, dann wechselte das Dorf über zum Kloster Weingarten um kurz darauf für über 200 Jahre in den Besitz der freien Reichsstadt Überlingen zu kommen.

Von 1693 an gehörte Hagnau wieder rund 110 Jahre zur Benediktiner-Abtei Weingarten, die den bedeutendsten Bau Hagnaus, die Weingartensche Hofmeisterei errichtete, die heute den Hagnauer Winzerverein, das Rathaus und die Vereinsräume unter ihrem Dach vereinigt. Auch heute noch sind in Hagnau sechs ehemalige Amtshäuser von Klöstern der Bodenseegegend zu finden, die durch Eintreibung des Zehnten ihre Keller mit gutem Hagnauer Wein füllten.

So gut es den Hagnauer Winzern unter den Klosterherren ging, von denen sie als Lohn für ihre Arbeit die Hälfte des Weinertrages bekamen, so schwierig wurde die Zeit nach der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhunderts. Die hohen Kosten der Rebanlagen mussten nun von den Winzern selbst getragen werden. Das Herbstgeld wurde so schnell durch die Pacht an die Domänenverwaltung und die Zinsen für die im Laufe des Jahres angefallenen Schulden aufgezehrt. Die Weinhändler nutzten die Notsituation und Uneinigkeit der Hagnauer Winzer weidlich aus, indem sie immer neue Tiefstpreise für den Wein erpressten.

Der Schriftsteller und Bürgerrechtler Dr. Heinrich Hansjakob, seit 1869 Pfarrer in Hagnau, erkannte die wirtschaftliche Notlage der Hagnauer und versuchte ihr durch einen Zusammenschluss der Winzer zu begegnen. Im Oktober des Jahres 1881, als der Weinpreis bis auf 15 Pfennig je Liter sank und sich die Winzer gezwungen sahen, zu diesem Spottpreis zu verkaufen, rief Heinrich Hansjakob die Hagnauer Bürger zur Gründung eines Winzervereins auf. So entstand am 20. Oktober 1881 die erste badische Winzergenossenschaft in Hagnau.