Das Stadttheater Lindau Das größte Theater am Bodensee

Das städtische Theater von Lindau ist das größte Theater am Bodensee und ein wahrer Kulturschatz der Region. Es ist in einer ehemaligen Klosterkirche aus dem 13. Jahrhundert untergebracht, die ab 1868 kulturell als Theater und Konzertsaal genutzt wurde.

Die Geschichte

Das Gebäude wurde von 1950 bis 1951 unter Aufsicht des Architekten Robert Braun modernisiert und im Stile der 1950er Jahre umgebaut: Es entstand ein Saal mit 800 Plätzen und indirekter Deckenbeleuchtung. Die Decke schmückt ein von dem Bildhauer Metzger gestaltetes Relief, das unter anderem die Muse Thalia zeigt und an der Südwand der Kirche wurde ein Bühnenhaus angebaut, dessen Einrichtung bis heute erhalten blieb.

Somit ist das Theater eine reizvolle Mischung aus Kirchenraum und einem ersten Theater-Baudenkmal Deutschlands nach dem zweiten Weltkrieg. Das Stadttheater wurde 1951 mit Mozarts „Hochzeit des Figaro“ feierlich eröffnet und steht heute unter Denkmalschutz.

Das Stadttheater heute

Das Stadttheater heute ist Spielstätte für Theater, Kammerkonzerte, Kleinkunst und Kabarett, aber auch Tagungen und Kongressen finden in den Räumlichkeiten statt. Eine Besonderheit ist sicherlich die Lindauer Marionettenoper, die 2000 von Bernhard Müller gegründet wurde und nach kurzer Spielzeit in einem Provisorium nun einen festen Bühnenplatz im Stadttheater hat. Die Marionettenoper besteht aus einem Ensemble aus 12 Puppenspielern und über 400 Puppen und hat schon mehr als 100.000 Zuschauer begeistert. Aufgrund der großen Nachfrage gibt die Lindauer Marionettenoper mittlerweile auch mit einer mobilen Bühne Gastspiele.

Das sogenannte "Junges Theater" richtet sich an die kleinen Besucher, die mit einem besonderen Spielplan und theaterpädagogischen Aktionen wie Schulführungen und Theaterkursen an das kulturelle Phänomen Theater herangeführt werden.

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Das Stadtmuseum im Stadtpalais Cavazzen

Das Stadtmuseum, welches sich seit den 1930ern in den jetzigen Räumlichkeiten im sogenannten Cavazzen am Marktplatz befindet, beherbergt eine heterogene Sammlung an Exponaten aus den Bereichen Malerei, Plastik, Stadtgeschichte, Design und Fotografie, die bereits um 1890 in einem Heimatmuseum ausgestellt werden konnte.

Ein weiteres Highlight ist die einzigartige Sammlung mechanischer Musikinstrumente, die allerdings nur im Rahmen einer Führung zu besichtigen sind. Die große graphische Sammlung, mit über 3000 Ausstellungsstücken aus der Zeit vom 16. Jahrhundert bis heute und abwechslungsreiche Sonderausstellungen wie etwa zu Mirós Sternennächten oder die Digital Constellations Ausstellung anlässlich der Lindauer Nobelpreistagungen 2013 versprechen immer wieder neuen, erstklassigen Kulturgenuss.

Hier finden Sie Informationen zu den aktuellen Ausstellungen.

Der Cavazzen ist ein barockes Stadtpalais, welches 1729/1730 erbaut wurde und seine heute so faszinierend markante Dachform dem Schweizer Baumeister Jakob Grubenmann zu verdanken hat. Das Bauwerk zählt zu den eindrucksvollsten Häusern der Inselaltstadt und ist ein beliebtes Ausflugsziel und Fotomotiv.

Besuchermagnet Brunnenhof

Ein besonderer Besuchermagnet ist der Brunnenhof, der Innenhof des Cavazzen, mit einem Melusinen-Brunnen, der sowohl für Konzerte und Lesungen als auch als Museumscafé genutzt wird und nur von April bis August geöffnet ist. Auch für private Feierlichkeiten kann der romantische Brunnenhof gemietet werden, der ein zauberhaftes Ambiente für ganz besondere Anlässe, wie Verlobungs- oder Hochzeitsfeiern bietet.

Informationen für einen fabelhaften Kulturabend

Karten für das Theater können an bekannten Vorverkaufsstellen wie der Lindauer Zeitung oder der Kulturverwaltung Scheidegg oder direkt an der Vorverkaufskasse direkt neben dem Haupteingang des Theaters erworben werden.

Auch eine Online-Buchung ist möglich. Die Preise der Eintrittskarten richten sich nach der gewählten Vorstellung. Kinder, Jugendliche und Behinderte, sowie Abonnenten erhalten ebenso Ermäßigungen wie Familien.

Durch den Umbau von 2009 bis 2011 ist das Theater durch einen Aufzug barrierefrei und auch für körperlich beeinträchtigte Menschen leicht und sicher zu erreichen.

Die Anfahrt erfolgt über die Seebrücke durch die schönen Oscar-Groll-Anlagen; der Inselhallenparkplatz befindet sich in unmittelbarer Nähe.