Lindau im Bodensee Die Insel- und Gartenstadt im Bodensee

Lindau am Bodensee

Schon auf der Brücke, die das Lindauer Festland mit der Insel verbindet, eröffnet sich ein Ausblick, der erahnen lässt, was Lindau so reizvoll macht: Vor der Kulisse der Alpenkette, das leuchtende Grün der alten Villengärten und die historischen Altstadt, all das verspricht einen unvergesslichen Aufenthalt.

Historie der Bodenseestadt

Das sich in seiner über 1100 Jahre alten Geschichte zunächst vor allem auf der nur knapp 0,7 km² großen Insel Lindau entwickelnde, heute mit Festlandsgebieten 33 km² große und etwa 25.000 Einwohner zählende Städtchen Lindau geht auf eine Klostergründung aus dem 9. Jahrhundert zurück. Spätestens seit 1275 Reichsstadt, verlor Lindau im Zuge der Annexion durch Bayern 1806 seine Selbständigkeit. 

Von 1945 bis 1955 stellte Lindau ein staatsrechtliches Kuriosum dar. Stadt und Kreis gehörten in der Besatzungszeit nicht wie das übrige spätere Bundesland Bayern zur US-Zone, sondern als Exklave zum französischen Militärverwaltungsbereich. Anders als in den übrigen Besatzungsgebieten, wo ab 1946 Volksvertretungen eingeführt wurden, war im Lindauer Kommunalgebiet der Kreispräsident als oberster Beamter einziges deutsches Gesetzgebungs- und Exekutivorgan.

Sport-, Freizeit- und Kultur-Angebote

Den Einheimischen und Gästen des Städtchens am und im Bodensee stehen eine Reihe von Angeboten offen, Kultur zu genießen oder Sport zu treiben. Für historisch und bibliophil Interessierte stellt die „Reichsstädtische Bibliothek“ mit ihren fast 150 Wiegendrucken eine erste Adresse dar. In dem im barocken Cavazzen-Haus untergebrachten Stadtmuseum kann man sich ausgiebig über Geschichte und Kultur Lindaus informieren. Überregional bekannt ist das hier ausgestellte gotische Tafelgemälde „Lindauer Beweinung“ aus dem Jahr 1420. Die Lindauer Museumslandschaft wird durch das 1980 im Festlands-Stadtteil Schachen eingeweihte Friedensmuseum ergänzt, das in der Villa Lindenhof einen Schwerpunkt auf die Präsentation von für die Friedensbewegung wichtigen Persönlichkeiten legt.

Die Lage Lindaus am Bodensee lässt natürlich Wasser- und Segelsport eine herausragende Rolle für Sportfans einnehmen. Sehr zu empfehlen für Badefreunde ist das überaus reizvoll angelegte Strandbad Eichwald. Nicht nur bei schlechtem Wetter ist das Erlebnishallenbad „Limare“ eine ausgezeichnet Alternative. Golfer können auf dem Lindauer Festland auf einem der schönsten Greens Europas vor der Panorama-Kulisse der Alpen einlochen.

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Lindauer Events und Feste

Sportlich geht es auch alljährlich bei der im Juni veranstalteten Segel-Bodensee-Regatta „Rund um“ des örtlichen Segelclubs sowie beim jeden Oktober im Lindauer Hafen beginnenden „Sparkassen-Marathon im Dreiländereck“ zu, bei dem die Läufer über Teilstrecken in Deutschland, der Schweiz und Österreich rennen.

Anders sportlich ist der in der Tradition der schwäbisch-alemannischen Fastnacht stehende „Lindauer Narrensprung“, der am Fastnachtssonntag viele Besucher anlockt. Ein weiteres Hauptfest der Stadtbevölkerung ist das seit 1665 gefeierte Kinderfest, das Ende Juli als Grundschulkinderfest mit Umzug und Geschenkebrauchtum beginnt und am Abend zum Erwachsenen-Volksfest wird.

Zeitraffer vom Lindauer-Hafen

Architektonische Sehenswürdigkeiten

Insbesondere das gewachsene Altstadtensemble auf der Lindauer Insel bietet dem Besucher viele reizvolle architektonische Akzente. Auf Stadtführungen, die manchmal auch in den Nachtstunden durchgeführt werden, kann sich unter sachkundiger Leitung dem kleinen Kosmos der Stadt auf unterhaltsame Weise genähert werden.

Am Markplatz erhebt sich das katholische "Münster unserer Lieben Frau", das nach einem die Stadt zum großen Teil zerstörenden Großbrand (1728) den auf das 9. Jahrhundert zurückgehenden Bau der alten Stiftskirche 1752 ersetzte. Neben dem Münster können auf der kleinen Insel drei weitere Kirchen besichtigt werden: Die evangelische Stephans-Kirche mit ihrer ungewöhnlicherweise in der Mitte des Kirchenschiffs verorteten Kanzel, die katholische Peterskirche und die säkularisierte Barfüßer-Kirche, die seit 1951 als "Stadttheater" Platz für 700 Besucher bietet.

Wahrzeichen der Stadt ist ihre Hafeneinfahrt, die vom im Jahr 1856 errichteten „Neuem Lindauer Leuchtturm“ (33 m hoch), dem südlichsten Leuchtfeuer Deutschlands, und der im selben Jahr geschaffenen, sechs Meter hohen Skulptur des „Bayerischen Löwen“ flankiert wird. Sehenswert sind auch der mittelalterliche, ehemals ebenfalls als Leuchtturm dienende „Mangenturm“, der im 14. Jahrhundert als Teil der Stadtbefestigung angelegte „Diebsturm“ und das aus dem 15. Jahrhundert stammende „Alte Rathaus“. 

Lindaus Haupteinkaufsstraße, die Maximilianstraße, wird von zahlreichen aus im 16. und 17. Jahrhundert erbauten Kaufmanns- und Handwerkerhäusern mit den für das Bodensee-Gebiet typischen Dachgauben und Holzsäulen-Schnitzereien geprägt. Das Stadtbild Lindaus wird auch von fünf "Pilzkiosken" mitbestimmt: Diese in Form eines Fliegenpilzes gestalteten, kleinen Verkaufstände, die für die Alltagskultur der 1950er Jahre typisch waren, gibt es in dieser Dichte nur noch hier.

Die traumhafte Lindauer Altstadt, Werner Stauß

Stadt der Nobelpreisträger

Eine wissenschaftlich hochkarätig besetzte Sonderheit Lindaus ist die alljährliche „Tagung der Nobelpreisträger“. Seit 1951 treffen sich in Lindau Nobelpreisträger mit anderen Wissenschaftlern für eine Woche zum gegenseitigen Meinungsaustausch (2012: 600 Teilnehmer). Weltweites Aufsehen erregte die Lindauer Nobelpreisträgertagung 1955 durch die Verabschiedung der gegen den Einsatz von Atomwaffen gerichteten „Mainau Declaration“, die von Otto Hahn, Max Born, Werner Heisenberg, Linus Pauling und 14 weiteren Nobelpreisträgern unterzeichnet worden war.

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