Meersburg Die Kleinstadt am Bodensee

Die Stadt Meersburg liegt in reizvoller Rebhanglage direkt am Bodensee. Neben ihrem wunderschönen Blick auf den See und den Schweizer Alpen hat sie noch einiges mehr zu bieten.

Attraktionen und Freizeitmöglichkeiten

Wenn man durch die Straßen der mittelalterlichen Stadt schlendert, verspürt man das Gefühl, in einer anderen Epoche gelandet zu sein. Einen lohnenden Besuch verspricht die Burg Meersburg. An diesem bedeutsamen Ort können Sie einen Blick hinter die Kulissen des mittelalterlichen Lebens werfen und auf die Spuren der berühmten Dichterin Annette von Droste-Hülshoff gelangen, welche von dort aus einen Großteil ihrer Gedichte verfasste.

Auch das Neue Schloss von Meersburg ist ein gern besuchtes Fleckchen. Es ist der Austragungsort vieler Konzerte, darunter das "Meersburg Open Air". Die Stadt bietet zudem ein breites Kulturprogramm an. Neben Museen und Denkmälern locken zahlreiche gemütliche Cafés für ruhige Minuten. Für ein kulinarisches Programm sorgen die ansässigen Restaurants durch frischen Fisch, dem Obst aus der Region und natürlich dem lokalen Wein.

Wer auf der Suche nach Wellness und Entspannung ist, sollte nicht verpassen, der Meersburg Therme einen Besuch abzustatten. Die verschiedenen Sauna- und Badewelten schaffen ideale Vorraussetzungen, um den Stress des Alltags zu vergessen und in die Tiefe der Entspannung einzutauchen.

Unser Tipp: Eine Besichtigung der Burg Meersburg

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Perle barocker Architektur: Neues Schloss Meersburg

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Die Burg Meersburg

Die Burg Meersburg gilt als die Hauptattraktion der Stadt und ein Besuch ist sehr zu empfehlen. Es erwarten Sie über 30 eingerichtete Räume: unter denen eine alte Burgküche, die Dürnitz, den Palast, die Waffenhalle, der Rittersaal und die Brunnenstube, das Burgverlies, der Stall, die Nordbastion und vieles mehr; jeder Ort mit seiner eigenen Geschichte.Das Burgmuseum ist durchgehend geöffnet und kann auf Grund der guten Ausschilderung auch auf eigene Faust erkundet werden.

Zudem besteht von November bis März ein Zusatzangebot für angemeldete Gruppen. Das Angebot beinhaltet die Führung durch den "Dagobert-Turm", von wo man, oben im Dachgebälk angekommen, eine herrliche Aussicht auf die Stadt und den Bodensee genießen kann. Im Anschluss wird man in das Gefängnis geführt und besichtigt eine Gefängnisstube aus dem frühen 19. Jh. und trifft in der Mitte des Turmes auf die Schatzkammer.

Unten im Turm offenbaren sich die Folterkammer und damit auch Einzelheiten über die Hexenverfolgung, sowie die Gerichtsbarkeit in den früheren Jahrhunderten. Auch die Räumlichkeiten der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff, die acht Jahre lang auf der Burg gelebt hat und hier im Mai 1848 verstorben ist, sind zu besuchen. Für das leibliche Wohl sorgt das burgeigene Burgcafé, gelegen in einem alten Barocksaal, in angemessenem Ambiente.

Die Geschichte

Die Burg wurde erstmals im Jahre 998 n. Chr. in einem Schriftstück als Meersburg genannt. Sie geht wahrscheinlich auf eine merowingische Befestigungsanlage am Fährübergang der Straßenverbindung zwischen Ober-Schwaben, über Konstanz, in die Schweiz zurück. Seit Mitte des 11. Jh. geht die Königsburg, zu der evtl. eine kleine Siedlung gehörte, in den Besitz der Konstanzer Bischöfe. Diese gaben sie als Lehen der Grafen von Rohrdorf aus. Aus dieser Zeit stammen die ältesten Bauteile.

Nach dem Tod der Grafen überging die Burg und die Siedlung unmittelbar in den Besitz des Bischofs. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Siedlung immer mehr zu einer Stadt und im Jahre 1299 wurde der untere Bereich am Seeufer aufgeschüttet und so Platz für einen Marktplatz geschaffen. Die nächsten Jahre sollten durch Bürgeraufstände, sowie Belagerungsversuche geprägt sein.

Im Jahr 1509 wurde das alte Schloss ausgebaut, in der Unterstadt der Getreidespeicher („Gredhaus“) und der Hafen gebaut. In den Jahren 1635/36 und 1646 vielen fünfsechstel der Bevölkerung Meersburgs der Pest zu Opfer. Die Burg Meersburg war bis zur Fertigstellung des Neuen Schlosses 1750 ständige Wohnung des Bischofs. Ab der badischen Zeit dann, nach dem Übergang des Bistum Konstanz 1803 hat sich die Stadt Meersburg im Laufe der Jahre zu der Stadt entwickelt wie wir sie heute kennen. Der Hafen wurde 1850 für Dampfschiffe umgebaut, 1870 die Seepromenade ausgebaut, 1921 die Altstadt elektrifiziert, 1928 Meersburg als Hafen für die Autofähre nach Konstanz empfohlen und durchgesetzt und 1933 mit dem Bau des Strandbades begonnen.