Rorschach Zwischen den Hügeln des Appenzellerlandes

Zwischen den sanften Hügeln des Appenzellerlandes und der Weite des Sees liegt die wichtige Hafenstadt Rorschach. Schon 947 erhielt sie das Marktrecht und entwickelte sich im Mittelalter zum bedeutendsten Handelsplatz am südlichen Seeufer. Davon künden noch heute die stattlichen Bürgerhäuser im lebhaften Ortskern.

Mediterrane Hafenstadt

Ab dem Rorschacher Hafen fahren täglich Schiffe nach Lindau, Insel Mainau/Meersburg und über den Altenrhein nach Rheineck. Auf dem bekannten und empfehlenswerten Rundgang geht’s von Rheineck weiter mit der Zahnradbad auf Walzenhausen zu Fuss nach Heiden und mit der Rorschach-Heiden-Bergbahn wieder nach Rorschach zurück.

Radfahrer- und Skaterparadies

Auf der Länge des Stadtgebietes erstreckt sich die schöne Seepromenade. Diese lockt während dem ganzen Jahr Gäste von überall zu einem Spaziergang an. Direkt verbunden mit der Seepromenade ist die Badehütte. Sie wurde 1924 anstelle von drei baufälligen Badehütten errichtet und gehört der Stadt Rorschach. Um dem Ausflug einen guten Abschluss zu verleihen, sind die zahlreichen Restaurants direkt am Ufer des Sees optimal.

Wahrzeichen von Rorschach

Als eigentliches Wahrzeichen von Rorschach, gilt das 1749 in Betrieb genommene Kornhaus und schönster Getreidespeicher der Schweiz. Abt Coelestin von St. Gallen beauftragte 1746 den Baumeister Caspare Bagnato mit dem Bau. Heute befindet sich das Museum mit seinen sehenswerten Zeugnissen aus der Geschichte der Stadt und der Seelandschaften im Kornhaus.

Das ehemalige Kloster Mariaberg (1487 bis 1489) von Abt Ulrich Rösch erbaut, lockt viel Besucher in die Stadt Rorschach. Im machtpolitischen Ringen zwischen der Stadt St. Gallen und dem Fürstabt wurde es kurz vor der Vollendung zerstört und später wieder aufgebaut. Es bestand jedoch nur für kurze Zeit eine Universität für Theologen, dafür errichtete der Kanton St. Gallen 1864 das erste Lehrerseminar im selben Gebäude. Hervorzuheben ist der gotische Kreuzgang und der ehemalige Kapitelsaal. Heute ist die Pädagogische Hochschule des Kantons St. Gallen darin untergebracht.

Schlösser Wartensee und Wartegg

Mit den beiden Schlössern Wartensee und Wartegg, oberhalb von Rorschach, hat die Stadt zwei prachtvolle Häuser. Ritter wachten im 17. Jahrhundert im Schloss Wartensee über die Strasse ins Rheintal. Das Schloss Wartegg wurde 1558 durch die Blarer von Wartensee erbaut. Heute gelten sie als begehrte Tagungs- und Seminarlokalitäten. Rorschach zieht vor allem mit seinem Jakobsbrunnen Pilger an, denn der Brunnen bildet den Ausgangsort nach Santiago de Compostela. Im 19. Jahrhundert wurde dieser Brunnen als andenken an die Jakobskapelle gebaut.