Halbinsel Höri Zwischen Radolfzell und Stein am Rhein

Die Bodenseehalbinsel Höri liegt zwischen Radolfzell und Stein am Rhein (CH) im Untersee und zeigt mit ihrer Spitze bei Horn zur Insel Reichenau. Ca. 10.000 Einwohner leben auf 63 qkm in den Gemeinden Moos, Gaienhofen und Öhningen. Die Höri mit dem bis auf 715,6 m ü.M. ansteigenden waldreichen Schienerberg steht größtenteils unter Natur- oder Landschaftsschutz.

Die Künstlerinsel

Die einmalige Lage der Halbinsel Höri zog zahlreiche Künstler und Literaten auf der Suche nach Inspiration an. Waren es zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch zivilisationsmüde Schriftsteller wie Hesse und Finckh, so wurde die Höri nach 1933 auch Zufluchtsort für verfolgte Künstler. Walter Kaesbach, Otto Dix, Helmut Macke, Erich Heckel und Max Ackermann fanden hier, nahe der Schweizer Grenze, eine neue Heimat. Curth Georg Becker, Rudolf Stuckert, Walter Herzger, Rose-Marie Schnorrenberg ließen sich nach dem Krieg hier nieder. Heute kann man den Spuren dieser Berühmtheiten in den Kulturdenkmälern folgen, im Hesse Museum Gaienhofen, im Museum Haus Dix und im Hermann-Hesse-Haus (1907-1912).

Hesse Museum Gaienhofen

Öffnungszeiten

Das Hesse Museum Gaienhofen hat vom 15. März bis 31. Oktober jeweils von Dienstag bis Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr, 1. November bis 14. März sowie Freitag und Samstag 14.00 bis 17.00 Uhr, Sonntag 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Kontaktdaten

Hesse Museum Gaienhofen
Kapellenstr. 8
78343 Gaienhofen
Tel.: 07735 440949
hesse-museum@gaienhofen.de
www.hesse-museum-gaienhofen.de

Ganz in der Nähe: Radolfzell am Bodensee!

Jetzt ansehen

Wild- und Freizeitpark Allensbach: Spaß garantiert!

Jetzt ansehen

Gelungenes Werk

Einer Sage nach soll die Höri so entstanden sein: Als Gott die Welt erschuf, formte er zuerst die Kontinente, die hohen Berge, die großen Flüsse und die Seen. Am Ende seiner Schöpfung schuf er die Kleinode dieser Erde, den Bodensee und zuletzt das hügelige, buchten- und tälerreiche Wiesenland zwischen Zellersee und Rheinsee. So gut schien sein letztes Werk gelungen, dass er voller Stolz und Begeisterung ausrief: "Etz hör i" (Jetzt hör ich auf). Auch der Dichter Viktor von Scheffel, dem diese Landschaft zur zweiten Heimat geworden war, formulierte es ähnlich: "Allum ist's fein und schön, hier ist vom Weltenschöpfer ein Meisterwerk gescheh'n". Der Name "Höri" lässt sich natürlich auch anders erklären: Man spricht von einer "Bischofshöri"- Die Zugehörigkeit dieses Landstrichs zum Besitz des Fürstbischofs von Konstanz.