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Karte Bodensee

Radwandern durch die Natur des Bodensees
Auf zwei Rädern die vielfältige Natur des Bodensee erleben

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Vielfältige Natur am Bodensee

Steilufer und Inseln, Obstwiesen und Wälder – die Natur am Bodensee ist vielfältig und facettenreich! Größere Strecken lassen sich dabei am besten per Rad erkunden. Auf zahlreichen Radwegen rund um den See wird der Reisende auf seinem Zweirad zuverlässig durch die schöne Landschaft geleitet. Dabei lassen sich die Strecken in zahllose kleinere, je nach Kondition angenehm zu bewältigende „Streckenhäppchen“ untergliedern. Busse, Bahn und auch die Schiffe bieten dabei die optimale Verbindung zwischen einzelnen Etappen.

Geführte Radwandertouren in Naturschutzgebieten des Bodensees

Große Flächen in der Bodenseeregion – auf deutscher, österreichischer und Schweizer Seite stehen heute unter Naturschutz. Damit soll die Artenvielfalt am See bewahrt werden: viele Gebiete sind gleichzeitig auch ausgewiesene Schutzgebiete für brütende und rastende Vögel. Diese können zwar besucht, jedoch nicht landwirtschaftlich genutzt werden. Auch die Wege dürfen nicht verlassen werden. So wird die einzigartige Landschaft erhalten. Jede Gemeinde am Bodensee verfügt über Empfehlungen zu Radtouren unterschiedlicher Dauer und Schwierigkeitsstufe. Dafür werden entweder GPS-Daten für Ihr Navigationsgerät zur Verfügung gestellt, oder ein Führer mit Fahrrad, der die Besonderheiten der jeweiligen Gegend erläutert.

Insbesondere im Bereich der Naturschutzgebiete bietet beispielsweise die Stadt Friedrichshafen geführte Radstrecken zwischen 26 km durch das Naturschutzgebiet Eriskircher Ried nach Lindau und 61 km durchs Lauteracher Ried zum Naturspektakel Rappenlochschlucht bei Dornbirn, einer der größten Schluchten Mitteleuropas. Dabei sind zwischen 36 und 161 Höhenmeter zu überwinden. Die Rückfahrt findet per Bahn oder Schiff statt. Reizvoll gestaltet sich auch das Angebot der anspruchsvolleren Tour zur Klosterinsel Reichenau. Die etwa 78 km lange Strecke (einfacher Weg) wird hin und zurück in Ufernähe mit dem Rad bewältigt und führt über 237 Höhenmeter.

Der NABU Naturschutzbund Deutschland e. V. führt neben themenspezifischen Wanderungen auch informative Radtouren durch. Beispielsweise führen 18 km, auch für Kinder ab 12 Jahren zu bewältigen, durch die Hügellandschaft des Bodanrücks mit seiner einzigartigen Waldlandschaft im Nordwesten des Bodensees bei Allensbach. Eine weitere Tour folgt in weitgehend ebenem Gelände etwa 38 km von Moos auf der Halbinsel Höri zur Aachquelle, vorbei an Wasserwiesen mit den Nachfahren der Auerochsen und den Lebensbereichen von Biber und Bisam.

Von Bergen, Inseln und Gewässern

Die Besonderheiten und speziellen Naturschönheiten der Bodensee-Region, die „er-radelt“ werden können, können nicht alle aufgegriffen werden. Wir möchten Ihnen aber ein paar davon vorstellen.

Vom meist flachen Seeufer steigt das Gelände rund um den See vor allem auf der Schweizer Seite schnell steil an. Damit ist das Gebiet vor allem für Mountainbiker reizvoll.

Für sportliche Radler ist eine Radtour vom Toggenburg bis zur Schwägalp, wo sich die Talstation der Säntisbahn befindet, zu empfehlen. Mit 2.502 m markiert der Säntis den bekanntesten Alpengipfel in Seenähe und ist als kleiner Abstecher mit der Säntisbahn schnell zu erreichen.

Die Pfänderregion ist ein ideales Tourengebiet für Radler aller Leistungsstufen. Ausgehend von der Bergstation lädt eine Vielzahl von landschaftlich reizvollen Wegen zum gemütlichen Fahrradfahren am Pfänderrücken ein. Die Pfänderbahn befördert Fahrräder während der gesamten Betriebszeit. Vom 1.064 m hohen Gipfel haben Sie einen unvergleichlichen Blick auf den See und 240 Alpengipfel, die an einer Infostation mit allen Einzelheiten aufgeführt sind.

Auch gut geeignet zum Radwandern im Gebirge ist der 715 m hohe Schiener Berg im gleichnamigen Schutzgebiet auf der Halbinsel Höri zwischen Radolfzell und Stein am Rhein.

Unter den 13 Inseln im Bodensee, von denen die meisten unbewohnt und Vogelschutzgebiete sind, erschließen sich zwei auch per Rad: die mit 4,3 km² größte Bodenseeinsel Reichenau mit der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Klosteranlage und die 0,7 km² große Lindau-Insel.

Die sechs Halbinseln des Bodensees können alle zumindest teilweise mit dem Fahrrad erkundet werden:

  • der Bodanrück, 112 km², zwischen Überlinger und Untersee,
  • die Höri, 45 km², zwischen Radolfzell und Stein am Rhein
  • die Mettnau, 1,7 km², bei Radolfzell
  • der Rheinspitz, 0,5 km² am Vorarlberger (Alpen-)Rheindelta,
  • die Wasserburg, 23.000 m², bei Lindau,
  • die Galgeninsel, 1.600 m², Lindau.

Radler-Region Bodensee

Wenn Sie ohne eigenes Rad an den Bodensee anreisen, finden Sie praktisch an jedem Standort Räder in allen Variationen zu mieten, ob mit oder ohne Elektromotor-Unterstützung. Für mehrtägige Radtouren am Bodensee bieten unterschiedliche Organisationen Gepäcktransfer an. Darüber hinaus ist genaues Kartenmaterial mit vielen Einzelheiten und Empfehlungen für individuelle Radausflüge erhältlich, ob in gedruckter Form oder zum Herunterladen aus dem Internet als Service der lokalen Tourismusbüros.