Karte Bodensee

Radwandern durch die Natur des Bodensees
Auf zwei Rädern die vielfältige Natur des Bodensee erleben

Zeitraum wählen Zeitraum wählen
Pfeil rechts
Gäste 2 PersonenPers.
Erwachsene
Kinder
schließen
  • Geprüfte Unterkünfte
  • 100% sichere Buchung
  • über 1 Mio glückliche Urlauber

Vielfältige Natur am Bodensee

Steilufer und Inseln, Obstwiesen und Wälder – die Natur am Bodensee ist vielfältig und facettenreich! Größere Strecken lassen sich dabei am besten per Rad erkunden. Auf zahlreichen Radwegen rund um den See wird der Reisende auf seinem Zweirad zuverlässig durch die schöne Landschaft geleitet. Dabei lassen sich die Strecken in zahllose kleinere, je nach Kondition angenehm zu bewältigende „Streckenhäppchen“ untergliedern. Busse, Bahn und auch die Schiffe bieten dabei die optimale Verbindung zwischen einzelnen Etappen.

Beeindruckende Naturschutzgebiete am Bodensee

Große Flächen in der Bodenseeregion – auf deutscher, österreichischer und schweizer Seite stehen heute unter Naturschutz. Damit soll die Artenvielfalt am See bewahrt werden: viele Gebiete sind gleichzeitig auch ausgewiesene Schutzgebiete für brütende und rastende Vögel. Viele Gebiete können zwar besucht, jedoch nicht landwirtschaftlich genutzt werden. Auch die Wege dürfen nicht verlassen werden. So wird die einzigartige Landschaft erhalten.

Geführte Radwandertouren in Naturschutzgebieten des Bodensees

Jede Gemeinde am Bodensee verfügt über Empfehlungen zu Radtouren unterschiedlicher Dauer und Schwierigkeitsstufe. Dafür werden entweder GPS-Daten für Ihr Navigationsgerät zur Verfügung gestellt, oder ein Führer mit Fahrrad, der die Besonderheiten der jeweiligen Gegend erläutert.

Insbesondere im Bereich der Naturschutzgebiete bietet beispielsweise die Stadt Friedrichshafen geführte Radstrecken zwischen 26 km durch das Naturschutzgebiet Eriskircher Ried nach Lindau und 61 km durchs Lauteracher Ried zum Naturspektakel Rappenlochschlucht bei Dornbirn, einer der größten Schluchten Mitteleuropas. Dabei sind zwischen 36 und 161 Höhenmeter zu überwinden. Die Rückfahrt findet per Bahn oder Schiff statt. Reizvoll gestaltet sich auch das Angebot der anspruchsvolleren Tour zur Klosterinsel Reichenau. Die etwa 78 km lange Strecke (einfacher Weg) wird hin und zurück in Ufernähe mit dem Rad bewältigt und führt über 237 Höhenmeter.

Der NABU Naturschutzbund Deutschland e. V. führt neben themenspezifischen Wanderungen auch informative Radtouren durch. Beispielsweise führen 18 km, auch für Kinder ab 12 Jahren zu bewältigen, durch die Hügellandschaft des Bodanrücks mit seiner einzigartigen Waldlandschaft im Nordwesten des Bodensees bei Allensbach. Eine weitere Tour folgt in weitgehend ebenem Gelände etwa 38 km von Moos auf der Halbinsel Höri zur Aachquelle, vorbei an Wasserwiesen mit den Nachfahren der Auerochsen und den Lebensbereichen von Biber und Bisam.

Vögel im Zentrum der Bodensee-Tierwelt     

Das milde Klima der Region lockt vor allem Vögel zum Brüten und Rasten an. Hinzu kommen etwa eine Viertelmillion Vögel, die alljährlich am See überwintern. Über 400 Vogelarten wurden bislang am Bodensee nachgewiesen. Er ist bevorzugtes Brutgebiet, unter anderem für Blässhühner, Singschwäne und Haubentaucher. Diese Arten sind vor allem im Frühjahr vertreten. Danach folgen Amseln, Stare und Buchfinken, verschiedene Entenarten, und auch Graureiher und Gänsesäger.

Verständlicherweise sind diese empfindlichen Lebensräume, wie das Wollmatinger Ried zwischen Konstanz und Allensbach oder Teile des bereits erwähnten Rheindeltas nicht frei zugänglich oder gar mit Rädern zu durchqueren. Es gibt jedoch ausreichend Beobachtungspunkte mit umfangreichen Informationen und geführte Besichtigungen zu Fuß. Dies gilt auch für die Brutplätze der Kormorane und zahlreicher weiterer Vogelarten sowie das Überwinterungsgebiet von Eisvogel, Samtente und Ohrentaucher im Naturschutzgebiet Radolfzeller Aachried.

Bunte Pflanzenwelt als Kennzeichen des Bodensees

Ab dem 19. Jahrhundert haben Rodungen und verstärkte landwirtschaftliche Nutzung des ursprünglich naturbelassenen Bodenseegebiets die dortige Pflanzenwelt stark verändert. Seit in der Nachkriegszeit der Umwelt eine größere Bedeutung eingeräumt wird, sind auch Teile des Bodenseeufers wieder zurück in ihren ursprünglichen Zustand versetzt worden.

Die zwischenzeitlichen Veränderungen überstanden haben nur am Bodensee anzutreffende Pflanzen wie verschiedene Knabenkraut-Arten und der Lungen-Enzian im Wollmatinger Ried sowie die für das Eriskircher Ried namensgebende Sibirische Schwertlilie.

Eine weitere Besonderheit stellt die Insel Mainau dar, auf der ganzjährig Palmen und subtropische Pflanzen gedeihen. Die Insel liegt am Bodenseeradweg, ist jedoch selbst nicht mit dem Rad befahrbar. Dafür finden Sie auf dem dazugehörigen Festlandsparkplatz Fahrrad-Abstellanlagen (auch für Anhänger), Schließfächer und Pannenwerkzeug. Die Mainau lockt von der Tulpenblüte bis zur Dahlienschau viele Monate des Jahres mit Pflanzenattraktionen und wird zwischenzeitlich noch mit „saisonalen Gärten“ nach wechselnden Themen angereichert.

Von Bergen, Inseln und Gewässern

Aus den Besonderheiten und speziellen Naturschönheiten der Bodensee-Region sollen beispielhaft im Einzelnen herausgegriffen werden:

Vom meist flachen Seeufer steigt das Gelände rund um den See vor allem auf der Schweizer Seite schnell steil an. Damit ist das Gebiet vor allem für sportliche Mountainbiker reizvoll. Mit 2.502 m markiert der Säntis den bekanntesten Alpengipfel in Seenähe. Vom 1.064 m hohen Pfänder bei Bregenz haben Sie einen unvergleichlichen Blick auf den See und 240 Alpengipfel, die an einer Infostation mit allen Einzelheiten aufgeführt sind. Am besten geeignet zum Radwandern im Gebirge ist der 715 m hohe Schiener Berg im gleichnamigen Schutzgebiet auf der Halbinsel Höri zwischen Radolfzell und Stein am Rhein.

Unter den 13 Inseln im Bodensee, von denen die meisten unbewohnt und Vogelschutzgebiete sind, erschließen sich zwei auch per Rad: die mit 4,3 km² größte Bodenseeinsel Reichenau mit der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Klosteranlage und die 0,7 km² große Lindau-Insel.

Die sechs Halbinseln des Bodensees können alle zumindest teilweise mit dem Fahrrad erkundet werden:

  • der Bodanrück, 112 km², zwischen Überlinger und Untersee,
  • die Höri, 45 km², zwischen Radolfzell und Stein am Rhein
  • die Mettnau, 1,7 km², bei Radolfzell
  • der Rheinspitz, 0,5 km² am Vorarlberger (Alpen-)Rheindelta,
  • die Wasserburg, 23.000 m², bei Lindau,
  • die Galgeninsel, 1.600 m², Lindau.

Radler-Region Bodensee

Wenn Sie ohne eigenes Rad an den Bodensee anreisen, finden Sie praktisch an jedem Standort Räder in allen Variationen zu mieten, ob mit oder ohne Elektromotor-Unterstützung. Für mehrtägige Radtouren am Bodensee bieten unterschiedliche Organisationen Gepäcktransfer an. Darüber hinaus ist genaues Kartenmaterial mit vielen Einzelheiten und Empfehlungen für individuelle Radausflüge erhältlich, ob in gedruckter Form oder zum Herunterladen aus dem Internet als Service der lokalen Tourismusbüros.