Radfahren auf der Insel Reichenau Radeln und genießen...

Für ihre Gemüse- und Salatfelder ist die Insel Reichenau vielen bekannt. Doch bei genauerem Hinsehen wartet die Insel auch mit charmanten Winkeln und überraschenden Ein- und Ausblicken auf. Ein Besuch auf der Reichenau ist auch wegen der räumlichen Dichte an Freizeitmöglichkeiten reizvoll. Aber vor allem ist ein Sommertag auf der Insel Urlaubsfeeling pur. Auch wenn‘s schon viele andere tun: Am besten kommt man mit dem Fahrrad.

Auf Entdeckungstour

Hierzulande weiß jedes Kind, dass die Reichenau jenseits der landwirtschaftlichen Kulturen jede Menge „wirkliche“ Kultur zu bieten hat. Schließlich ist sie Teil des UNESCO-Weltkulturerbes.

Drei romanische Kirchen und die barocke Klosteranlage zeugen von geschichtsträchtigem Boden. Wenn man sich Zeit nimmt und die besondere Atmosphäre der Insel auf sich wirken lässt, kann man heute noch der Ruhe einer „Klosterinsel“ nachspüren. Die Wege auf der Reichenau haben vor allem den Vorteil, dass sie abseits vom Durchgangsverkehr liegen. Offensichtlich lieben die Bewohner ihre Insel: Man fährt durch ein buntes Blumenmeer. Der ausgeschilderte Radweg hält sich meist in Ufernähe und eröffnet immer wieder neue, oft erstaunlich schöne Ausblicke auf den See und die gegenüberliegende Landschaft.

Will man die Insel wirklich kennenlernen, sollte man sie peu à peu für sich entdecken. Auf der Reichenau ist das kein Problem – verirren kann man sich hier kaum. Am besten ist es, ein paar wesentliche Anlaufpunkte zu markieren - der Rest ist beliebig. Einfach ins Blaue hinein fahren, Eindrücke sammeln, genießen: Das geht hier wunderbar.

Ideal für einen Tagesausflug: Die Insel Reichenau

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Wo der Wein wächst

Nicht versäumen sollte man einen Besuch auf der Hochwart. Das ist der Reichenauer Weinberg und als solches die höchste Erhebung auf der Insel: Mit seinen 439 Metern (über dem Meer - also nur 43 Meter über dem Seespiegel) bietet er einen weitreichenden Blick über das ganze Gebiet des Zeller Sees und des Gnadensees. Rund um die Hochwart wird seit dem 9. Jahrhundert der Reichenauer Inselwein angebaut. Heute umfassen die Rebanlagen, deren Trauben im Winzerkeller beim Münster verarbeitet werden, rund 18 Hektar und sind bepflanzt mit Müller-Thurgau, Grauburgunder, Spätburgunder, Kerner und Gutedel. Alles Weine, die gut zu Bodenseefischen passen, und die gibt es hier auf der Reichenau nun mal in allen Variationen. Womit wir schon wieder beim Essen wären.

Bio für zu Hause

Zum Schluss des Besuchs auf dieser fast schon paradiesischen Insel wäre daher noch ein kleiner Einkauf angebracht. Schließlich kann man sich hier locker mit jeder Menge Vitamine versorgen: Viele Gärtner haben einen kleinen Verkaufsstand vor ihrem Haus. Wir raten zu einem Besuch der beiden Bioproduzenten mit Direktverkauf. Das sind Lothar Gasser in der Merzengasse und Markus Spicker, der seinen Hofladen in der Seestraße hat. Jetzt, wo auch noch für gesunden Nachschub im heimischen Kühlschrank gesorgt ist, hat sich der Ausflug auf die größte Insel im Bodensee endgültig gelohnt. Fazit: Wertvolle Kulturgüter anschauen, gut essen und trinken, baden: Die Reichenau bietet von allem etwas und dazu eine wunderschöne, einzigartige (Kultur-)Landschaft.